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Corey Taylor über drei Therapeuten, Bierfässer und die Nacht, in der er Slipknot zum ersten Mal sah

Eine Stunde lang isst der Slipknot-Sänger in der Web-Serie „Last Meals" durch seine Kindheit in Iowa — und redet dabei offener über sich, als man es von ihm kennt.

Corey Taylor live (The Rave, Milwaukee 2018)
Foto: Noise Ordnance LLC / CC BY 3.0, Wikimedia Commons

Das Format ist simpel: Ein Gast bekommt sein Henkersmahl serviert und redet, solange er isst. Bei Corey Taylor bestand die Mahlzeit aus dem, was er selbst „Iowa grossness" nennt — Chicken-Fried Steak, Bratensoße, Frühstückskram. Herausgekommen ist mit über einer Stunde eine der längsten Folgen, die Mythical Kitchens „Last Meals" je hatte.

Der stärkste Moment hat nichts mit Musik zu tun. Taylor, heute 52, erzählt, dass er seit rund drei Jahren gleichzeitig drei Therapeuten sieht. Der Auslöser: Er sei eines Tages aufgewacht und habe gemerkt, dass er nicht glücklich sei — er habe jeden verletzt, den er liebe, auch Leute, mit denen er arbeite. Er habe zu vieles für selbstverständlich genommen und aufgehört, die Menschen um sich herum zu schätzen. Am Ende habe er den Menschen, der er geworden war, gehasst. Heute führt er das vor allem auf Unsicherheit zurück, auf das Gefühl, dass nichts von dem, was er erreicht hat, je genug sei. Vor jeder Show spricht er inzwischen ein kurzes Gebet — es helfe ihm, die Wut auf der Bühne zu lassen.

Dann die Anekdoten, für die man einschaltet. Etwa der 4. April 1996, als Taylor Slipknot zum ersten Mal live sah — ein Jahr, bevor er selbst einstieg. Er kannte damals jeden Einzelnen aus dessen früherer Band, hatte mit ihnen Sonntagskonzerte vor 20 Leuten gespielt. Was er an dem Abend sah, beschreibt er schlicht als psychotisch. Es habe eine Ewigkeit gedauert, bis das Intro vorbei war, und genau das habe er geliebt. Am Abend darauf spielte er selbst mit Stone Sour und lud Slipknot kurzerhand ein — einmal standen beide Bands zusammen auf der Bühne.

Und dann sind da die Fässer. Warum um Himmels willen Bierfässer und Baseballschläger? Ganz banal, sagt Taylor: Am Anfang spielten die Perkussionisten Schlagzeugparts mit Joey Jordison, nach und nach akzentuierte man einzelne Stellen mit Fass und Schläger. Ihm sei bewusst, dass das im Internet als große Lachnummer gelte — im Song erfülle es trotzdem seinen Zweck.

Die komplette Folge steht auf YouTube.

Quellen: Loudwire, Nu-Metal Agenda.

Erwähnte Bands:Slipknot →

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