GWAR
GWAR ist ein US-amerikanisches Shock-Rock- und Metal-Kollektiv aus Richmond, Virginia, das 1984 aus dem Umfeld der Punkband Death Piggy und einer Gruppe von Kunststudenten entstand. Hinter dem Projekt steht das Künstlerkollektiv „Slave Pit Inc.", das nicht nur Musik macht, sondern auch die aufwändigen Kostüme, Requisiten und Bühnenwelten selbst gestaltet.
Das Konzept der Band ist eine ausufernde Science-Fiction-Mythologie: GWAR treten als barbarische, außerirdische Kriegerhorde auf. Berüchtigt sind ihre theatralischen Live-Shows, in denen kostümierte Prominente und Figuren auf der Bühne „hingerichtet" werden und das Publikum mit Kunstblut überschüttet wird. Musikalisch bewegt sich die Band zwischen Thrash Metal, Heavy Metal, Hardcore-Punk und Hard Rock, garniert mit bissiger, satirischer Gesellschafts- und Politikkritik.
Gründer und langjähriger Frontmann Dave Brockie (alias Oderus Urungus) verstarb 2014; seither ist kein Gründungsmitglied mehr aktiv. Die Band führt ihr Vermächtnis mit rotierender Besetzung fort, angeführt von Blothar the Berserker (Gesang) sowie den langgedienten Balsac the Jaws of Death (Gitarre), Jizmak da Gusha (Schlagzeug) und Beefcake the Mighty (Bass). Das jüngste Album „The Return of Gor Gor" erschien 2025.
Alben

Das fünfzehnte Album von GWAR — ein ambitioniertes Konzeptwerk, erschienen auf dem bandeigenen Label Pit Records und begleitet von der Graphic Novel „GWAR in the Duoverse of Absurdity".

Das vierzehnte Album von GWAR und das erste nach Dave Brockies Tod — mit Mitgründer Michael Bishop als neuem Frontmann Blothar the Berserker.

Das dreizehnte Album von GWAR — das letzte mit Gründer und Sänger Dave Brockie (Oderus Urungus), der 2014 verstarb, und zugleich ein Tribut an den verstorbenen Gitarristen Flattus Maximus.

Das zwölfte Album von GWAR — das letzte mit Gitarrist Cory Smoot (Flattus Maximus), der 2011 verstarb, und Bassist Casey Orr.

Das elfte Album von GWAR und die Rückkehr zu Metal Blade — ein Konzeptwerk, das die Band ins All zurückführt, mit Casey Orr erneut als Beefcake the Mighty.

Das zehnte Album von GWAR — eine Rock-Oper bzw. ein Konzeptwerk über die Reise der Band in die Hölle, düster und geschlossen erzählt.

Das neunte Album von GWAR und der Einstand beim neuen Label DRT Entertainment — härter und politischer gefärbt, mit dem Live-Klassiker „Bring Back the Bomb".

Das achte Album von GWAR — eine deutliche Rückkehr zu härterem, geradlinigem Metal nach den experimentelleren Vorgängern, mit dem Live-Favoriten „Immortal Corrupter".

Das siebte Album von GWAR — ein von der Band selbst kritisch gesehenes Werk, das stark auf comedyhafte Nummern setzt und den ersten echten GWAR-Instrumental enthält.

Das sechste und mit über 74 Minuten längste Album von GWAR — stilistisch breit gefächert zwischen Punk, Metal und comedyhaften Nummern.

Das fünfte Album von GWAR — ein Endzeit-Konzeptwerk mit der bislang größten stilistischen und gesanglichen Bandbreite ihrer Diskografie.

Das vierte Album von GWAR — cartoonhafter und experimenteller, mit Bläsern im Opener „Saddam a Go-Go"; ihr erstes teilweise zensiertes Album nach dem Popularitätsschub durch MTV.

Das dritte Album von GWAR — ein Konzeptwerk rund um eine „Morality Squad", inspiriert von realen Obszönitätsvorwürfen gegen die Band, inklusive der Power-Ballad-Parodie „The Road Behind".

Das zweite Album von GWAR und ihr meistverkauftes Werk — der Durchbruch zum vollen Shock-Rock-Konzept und bis heute die Basis ihres Live-Repertoires.

Das Debütalbum von GWAR — roher, comedylastiger Hardcore-Punk, der die spätere Shock-Rock-Mythologie der Band bereits in Grundzügen anlegt.