EDDFEST in Knebworth — Iron Maidens erstes eigenes Festival wird zum Triumph
Zwei Tage, ein eigener Vergnügungspark und die einzige UK-Show des Jahres: Zum 50-jährigen Jubiläum verwandelten Iron Maiden den Knebworth Park in eine eigene Welt. Am Ende stand die Bestätigung, dass diese Band keine Stadionregeln mehr braucht.

Ein Stadionkonzert wäre den Umständen nach zu klein gewesen. Für ihr 50-jähriges Bestehen bauten Iron Maiden in Knebworth Park kurzerhand ihr eigenes Festival — EDDFEST, benannt nach dem Maskottchen, das laut Manager Rod Smallwood ohnehin der eigentliche Star der Band ist.
Am gestrigen Samstagabend betraten die Briten gegen 20.30 Uhr die Hauptbühne, das Finale eines Wochenendes, das die Band als „Maiden World" angekündigt hatte — und tatsächlich war der Park in eine eigene Welt verwandelt: Maidenville mit Eddie's Dive Bar, die „Unfair Funfair" samt Eddie-Fahrgeschäften, dazu das Infinite Dreams Museum, eine begehbare Ausstellung mit Bühnenrequisiten und Reliquien aus fünf Jahrzehnten.
Vor Maiden spielten am Samstag The Almighty, Airbourne, The Hu und The Darkness. Den Freitagabend auf der Maidenville-Bühne hatte Steve Harris persönlich kuratiert — und mit Blaze Bayley ausgerechnet jenen Sänger als Headliner geholt, der die Band von 1994 bis 1999 anführte; Bayley spielte Songs aus „The X Factor" und „Virtual XI". Ebenfalls dabei: Gypsy's Kiss, Harris' allererste Band.
Für die Fans in Großbritannien war es der einzige Maiden-Auftritt des Jahres — und der letzte bis mindestens 2028, da die Band nach dem Tourfinale im November in Yokohama eine Live-Pause einlegt. Der Abend hat zudem eine Nachwirkung: Weil ein Stromausfall in Paris die Dreharbeiten zum geplanten Konzertfilm unterbrochen hatte, wurde in Knebworth nachgedreht. Die Fans beider Abende landen damit im fertigen Film.
Quellen: Iron Maiden, Kerrang.
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