Plagiatsvorwurf gegen Arch Enemy — Band veröffentlicht Demos von 2022 als Gegenbeweis
Kiko Loureiro sieht Parallelen zwischen seinem Song „Talking Dreams" und der Arch-Enemy-Single „To The Last Breath". Die Schweden kontern mit „The Original Files" — Demoaufnahmen, die zwei Jahre älter sein sollen.

Ein Streit, der als Seitenhieb in den sozialen Medien begann, ist zu einer handfesten Auseinandersetzung geworden. Der brasilianische Gitarrist Kiko Loureiro — bekannt von Angra und Megadeth — hatte öffentlich auf Ähnlichkeiten zwischen seinem 2024 erschienenen Stück „Talking Dreams" und der Arch-Enemy-Single „To The Last Breath" hingewiesen und dazu einen Vergleichsclip gepostet. Später folgte nach Medienberichten ein förmlicher Urheberrechtsvorwurf über seinen Anwalt.
Arch Enemy weisen die Anschuldigung entschieden zurück. Unter dem Titel „The Original Files" veröffentlichte die Band ein Video, das frühe Demoversionen aus dem Jahr 2022 zeigen soll — also aus der Zeit, bevor Loureiros Song erschien. Die Band verweist darauf, ihren kreativen Prozess umfassend zu dokumentieren; Demos, Entwürfe und Zwischenstände belegten die zeitliche Abfolge eindeutig.
Gitarrist und Hauptsongwriter Michael Amott wandte sich direkt an seinen Kollegen: Er habe die Melodie bereits 2022 gehabt, zwei Jahre vor der Veröffentlichung von Loureiros Song; etwaige Ähnlichkeiten seien reiner Zufall. Managerin und Ex-Sängerin Angela Gossow kritisierte vor allem den Weg über die Öffentlichkeit — bei einem ernsthaften Anliegen solle man das Gespräch suchen statt einen Social-Media-Post abzusetzen.
Eine juristische Klärung steht bislang aus; die Vorwürfe wie auch die Gegendarstellung sind Positionen der jeweiligen Seite. Unabhängig davon markiert „To The Last Breath" für Arch Enemy den Beginn eines neuen Kapitels: Es ist die erste Aufnahme mit Sängerin Lauren Hart, die auf Alissa White-Gluz folgte.
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